12 Monate Elternzeit (oder mehr) können ganz schön lang sein. Was in der Zeit alles passiert, merkst du spätestens, wenn du dir ansiehst, was in der Zeit aus deinem kleinen Baby geworden ist. Auch die Arbeitswelt dreht sich in der Zeit weiter.

Wenn du nach der Elternzeit plant wieder in deinen Job oder zumindest zu deinem Arbeitgeber zurückzukehren, ist es deshalb sehr zu empfehlen, schon während deiner Elternzeit regelmäßig mit deinem Arbeitgeber und Kollegen in Kontakt zu bleiben. So bleibst du auf dem Laufenden und gerätst im Unternehmen nicht komplett in Vergessenheit. Ein paar Tipps und Ideen, wie das Kontakthalten noch besser funktionieren kann, habe ich für dich zusammengetragen:

1. Such dir einen Paten

Mein Arbeitgeber hat vor einigen Jahren ein Paten-Programm für Mütter und Väter in Elternzeit ins Leben gerufen. Jeder Elternzeitler kann einen Paten bestimmen (in der Regel jemand aus der eigenen Abteilung) und mit ihm absprechen, wie oft und worüber sie oder er während der Abwesenheit informiert werden möchte. Das kann dann zum Beispiel heißen, dass die Mama über wichtige personelle Veränderungen im Unternehmen informiert wird, die Protokolle von Teammeetings erhält oder, oder, oder.

Meine Patin hat mir einmal im Monat einen „Elternzeit-Newsletter“ geschickt, in dem sie die relevantesten Abteilungs- und Unternehmensneuigkeiten zusammengefasst hat. So war ich immer über die wichtigsten Dinge informiert. Das Gute an einem solchen individuellen Patenprogramm ist, dass der Pate (im Idealfall) sehr genau weiß, was für dich und deine Position relevant ist und dich gezielt mit Informationen versorgen kann. Ob das Ganze funktioniert, steht und fällt natürlich mit einem zuverlässigen Paten. Falls es so ein Programm bei euch offiziell nicht gibt, kannst du natürlich auch unabhängig davon eine Kollegin oder einen Kollegen bitten, dich regelmäßig mit Infos zu versorgen.

2. Bleib informiert

Falls es in deinem Unternehmen eine Mitarbeiterzeitung oder sonstige Mitarbeiterpublikationen gibt, informiere dich doch vor deiner Elternzeit, ob du diese auch während der Elternzeit nach Hause geschickt bekommst. Und wenn das bisher nicht der Fall ist, rege an, dass dies künftig gemacht wird. So weißt du, welche Themen dem Unternehmen aktuell am Herzen liegen und siehst bestimmt ein paar bekannte Gesichter in der Mitarbeiterzeitung wieder. Ich habe mich immer über die neue Ausgabe gefreut (natürlich auch, weil ich die Zeitung zuvor betreut habe ;-)). Zusätzlich oder alternativ ist es vielleicht auch möglich, dass du Zugriff auf euer Intranet (oder ähnliches) behältst.

3. Bild dich weiter

Häufig gibt es Unternehmens- oder Abteilungsweite Schulungen oder Weiterbildungen. Sollte es Weiterbildungen geben, die nur einmalig angeboten werden, aber dennoch für deinen Job relevant sind, bitte vor deiner Elternzeit darum, in einem solchen Fall informiert zu werden (am besten von deinem/deiner Patin). Wenn dein Baby schon ein bisschen älter ist und sich auch einmal ein paar Stunden von Papa, Oma oder Freundin betreuen lässt, kannst du vielleicht auch während der Elternzeit daran teilnehmen. Dir tut es sicher gut dich einmal mit anderen Themen zu beschäftigen und dein Arbeitgeber weiß dein Engagement bestimmt zu schätzen.

4. Denk an deine Kollegen

Sicher freuen sich deine Kollegen über ein Lebenszeichen von dir. Denk doch vielleicht an ihren Geburtstagen an sie oder wünsche ihnen vor wichtigen Abteilungsterminen viel Erfolg. Das zeigt, dass du nicht komplett angetaucht bist und aus der Ferne weiter am Unternehmensgeschehen teilnimmst.

5. Feier mit

Wenn du auch in deiner Elternzeit zu Unternehmens- oder Abteilungsfesten eingeladen wirst, nimm auf jeden Fall daran teil, wenn es möglich ist. Selbst wenn du nur für zwei Stunden kommen kannst (weil du vielleicht noch stillst). Ruf dich in Erinnerung und zeig, dass du weiterhin Interesse am Unternehmen und den Kollegen hast.

6. Geh Kaffee trinken

Triff dich regelmäßig mit einer Kollegin oder einem Kollegen zum Kaffee trinken, Spazieren gehen oder anderen kindertauglichen Aktivitäten. Dabei erfährst du dann das, was in keinem Protokoll steht: Wie ist die Stimmung in der Abteilung oder im Unternehmen? Was läuft gerade besonders gut oder schlecht?

7. Bewirb dich

Wenn du nach deiner Elternzeit nicht mehr in deinen alten Job zurück kannst oder möchtest, bitte in jedem Fall darum interne Stellenangebote zu erhalten (oder lass sie dir von einem Kollegen/deinem Paten weiterleiten). So hast du die Chance möglichst direkt zu reagieren, wenn etwas spannendes für dich dabei ist.